Höhenkrankheit in Gulmarg

Ski Touring in Gulmarg

Höhenkrankheit

Zahlreiche Faktoren beeinflussen die Beurteilung von Krankheitsrisiken im Himalaya. Free Ski Himalaya ist nicht in der Lage eindeutige Beurteilungen der Gesundheitszustände der Teilnehmenden zu machen und empfiehlt den Teilnehmenden deshalb einen Gesundheitscheck beim Hausarzt vor Reise Antritt. Alle Teilnehmende sind zudem verpflichtet vor Reise Antritt einen Fragebogen betreffend ihren aktuellen Gesundheitszustand auszufüllen.

Nachfolgend einige der wichtigsten Gesundheitsprobleme von welchen die Reisenden im Himalaya betroffen werden können und wie man aus unserer Sicht diesen Problemen am besten begegnen kann:

  • Magen-Darm Beschwerden

    Free Ski Himalaya trifft alle nötigen Massnahmen, um Magen-Darm Beschwerden unserer Gäste zu vermeiden. Unsere Beherbergungspartner und die von uns empfohlenen Restaurants im Gebiet legen grossen Wert auf die hygienisch korrekte Lagerung und Zubereitung der Speisen. Wir empfehlen unseren Gästen zudem ihre Essgewohnheiten der lokalen Speisekarte anzupassen und auf die typischen "Touristen Hits" aus der westlichen Küche zu verzichten.

    Trotzdem weisen wir die Teilnehmenden unserer Programme darauf hin, dass sie in Indien immer wieder Risiken für Magen-Darm Erkrankungen ausgesetzt sind. In vielen Restaurants sind die hygienischen Standards für die Essenszubereitung ungenügend. Wir empfehlen den Teilnehmenden deshalb sich ausschliesslich im Hotel oder in den von uns empfohlenen Restaurants zu verpflegen. Von der Einnahme von Speisen in den typischen Imbiss Buden raten wir ab.

    Behandlung von Verletzungen/Evakuationsprozedere

    Im Falle eines Unfalls werden die Verletzten ins nächst gelegene Spital gefahren, wo sie kompetent verarztet werden können. Ist weitergehende medizinische Betreuung erforderlich können die Patienten in das „Private Hospital in Delhi“ http://www.privathospital.org/ oder in eines der von der Reiseversicherung empfohlenen Spitäler in Indien oder Nepal verlegt werden. Je nach Leistung der Versicherung ist auch eine Evakuation ins Heimatland möglich. Schweizer Teilnehmenden empfehlen wir deshalb Gönnermitglied bei der REGA zu werden.

    Die beste Methode zur Verhinderung von Ski und Snowboard Verletzungen ist jedoch ein gutes Konditionstraining vor der Reise, Aufwärm-Übungen vor dem Freeriding und das Anpassen des Fahrverhaltens an die eigenen Fähigkeiten und die Situation des Geländes.

    Erkrankungen an Epidemien

    Gesundheitsrisiken betreffend mögliche ansteckende Krankheiten werden am besten präventiv behandelt. Mit der Anmeldebestätigung erhalten die Teilnehmenden von Free Ski Himalaya die entsprechenden, offiziellen Empfehlungen. In den Bergen Indiens leisten die frische Luft, das kühlere Klima und die weniger dichte Besiedlung bereits den eigenen Beitrag zur Vermeidung von ansteckenden Krankheiten.

    Höhenkrankheiten

    Die Auswirkung des Skifahrens und Trekkings auf grosser Höhe auf den Körper ist die häufigste Sorge der Teilnehmenden. Nachfolgend einige Fakten zur Ausübung von sportlichen Aktivitäten in grosser Höhe und die damit verbundenen, möglichen Beschwerden.

    Akute Höhenkrankheit - AMS

    Höhenkrankheit "AMS (Accute Mountain Sickness)" ist der am häufigsten gebrauchte Begriff für eine Reihe von physiologischen Reaktionen des Körpers auf Höhen von über 2500m ü.M. Die Ursache von AMS ist der tiefere Luftdruck und der damit verbundene, geringere Sauerstoff Gehalt der eingeatmeten Luft. Dieser tiefere Luftdruck macht es für den Menschen schwieriger sein Blut ausreichend mit Sauerstoff zu versorgen und sich innerhalb der üblichen Ruhepausen vollständig zu erholen.

    Viele Teilnehmende an unseren Programmen leben in der Regel auf Höhen von unter 1'000 Metern. Es ist deshalb unbedingt erforderlich, dass Sie sich in den ersten Tagen an unsere Empfehlungen bezüglich der körperlichen Belastung und der nötigen Ruhe Zeiten halten, damit Sie den Urlaub ohne Beschwerden geniessen können - auch dann, wenn Sie sich 100% fit und leistungsfähig fühlen.

    Die Symptome einer möglichen Höhenkrankheit müssen ernst genommen werden! Sie treten in der Regel in den ersten 6 bis 24 Stunden nach überschreiten den für ihren Körper kritischen Höhe auf (in der Regel 2‘500m). Die Symptome zeigen sich wie folgt: Kopfschmerzen, Müdigkeit, Unwohlsein und Erbrechen, kein Appetit, starker Herzschlag, Schwindel Anfälle, Schlaf Schwierigkeiten, unregelmässiger Atem während des Schlafs.

    Gewisse Faktoren können das Risiko einer Höhenerkrankung noch zusätzlich erhöhen: frühere Höhenkrankheit, starke und ungewohnte körperliche Beanspruchung auf grosser Höhe, zu rasche Aufstiege auf grosse Höhe, Menschen unter 50 Jahren, schwacher körperlicher Fitness Zustand, Lungenentzündungen.

    Menschen mit Herzbeschwerden sollten für Aktivitäten auf Höhen von 4'000 Metern auf jeden Fall vorgängig ihren Hausarzt konsultieren.

    HAPE (High Altitude Pulmonary Edema), das Höhenhirnödem und HACE (High Altitude Cerebral Edema), das Höhenlungenödem sind zwei extreme Formen der Höhenkrankheit. Sie werden verursacht durch eine Reihe physiologischer Veränderungen bei Aufstiegen und Übernachtungen auf über 2‘500 Meter.

    Weitere mögliche zusätzliche Beschwerden in grosser Höhe

    Durch die grosse Höhe verursachte Kopfschmerzen bereiten den Teilnehmenden an Reisen in grosser Höhe oft Probleme. Der Grund für die Kopfschmerzen liegt darin, dass die Luft in der Höhe viel trockener ist als auf Meereshöhe, d.h. bereits durch das Atmen wird dem Körper viel mehr Flüssigkeit entzogen. Um diesem Problem zu begegnen, empfehlen wir den Teilnehmenden viel Wasser und andere Flüssigkeiten zu sich zu nehmen, am Morgen beim Frühstück und in regelmässigen Abständen aus der mitgenommenen Trinkflasche.

    Bestimmte Herzerkrankungen können in grosser Höhe zu Beschwerden führen. Teilnehmende mit Herzbeschwerden sollten deshalb vor der Abreise ihren Hausarzt konsultieren. Der geringere Sauerstoff Gehalt der Luft auf grosser Höhe führt in den ersten Tagen zu einer schnelleren Ermüdung der Teilnehmenden, d.h. es werden weniger Abfahrten gemacht als man sich im heimischen Gebiet gewohnt ist. Diese Ermüdungserscheinungen verschwinden aber meistens sehr rasch. Für Menschen mit einer guten körperlichen Fitness und ohne Herzbeschwerden bieten die grossen Höhen unserer Angebote keine wirklichen Probleme.